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Telekom Speedbox LTE III im Test

04. Okt 2016

Die neue Speedbox LTE III der Telekom auf dem Prüfstand

Die Speedbox LTE 3 ist nun der lang ersehnte Router für CAT6, 300MBit/s Download-Geschwindigkeit und LTE Advanced. Die Weiterentwicklung der MIMO-Technologie und des WLAN mit 2,4 und 5,8 GHz sind weitere angekündigte Merkmale. Entsprechend hoch waren die Erwartungen und es gab dann auch viel zu entdecken - oder eben auch nicht.

Das LTE-Netz bietet noch kein LTE Advanced und so konnten wir das CAT6-LTE-Netz und auch die 300MBit/s noch nicht testen und beurteilen. Dennoch lohnte ein genauer Blick unter die Haube dieses Routers.

Speedbox LTE - Was wurde getestet?

Allgemeines Erscheinungsbild und externe Anschlüsse

Das Gehäuse zeichnet sich durch ein einfaches Design aus. Aus einstigen Ecken sind nun Rundungen geworden. Ansonsten gibt es nichts Spektakuläres zum Gehäuse zu berichten. Dieser schlichte Plastikkasten kann erwartunsggemäß hingestellt werden, eine Möglichkeit zur Wandmontage ist aber nicht vorgesehen.

Mit den 4 Lan-Ports, der Stromversorgungsbuchse und dem Ein-/Aus-Schalter sind die Anschlüsse sehr übersichtlich. In der Originalversion von Huawei gibt es USB Schnittstellen und auch Anschlüsse für das Telefon. Schade, dass diese nicht übernommen wurden.

Selbst bei den Anzeigeelementen an der Front wurde gespart. Aus den 5 Empfangsbalken wurden 3 - dazu später aber mehr.

Die Antennenbuchsen liegen, wie auch schon bei den Vorgängermodellen, unter der Abdeckkappe. Nun wurden wichtige Informationen wie SSID, WLAN-Schlüssel und Gerätepasswort mit einem Aufkleber auf der abnehmbaren Kappe befestigt. Um das Gerätepasswort am PC einzugeben muss man nun nicht hinter das Gerät kriechen: sehr schön! Aber wir erwarten einen Ansturm an Fragen, weil die Abdeckkappen irgendwohin gelegt wurden und keiner mehr das Passwort findet. :-?

Software und Weboberfläche

Wie von uns angekündigt, haben wir die Speedbox III ausgiebig getestet. Wir waren sehr gespannt. Es ist immerhin die 3. LTE Geräte-Generation und zwei 3G-Router-Generationen (UMTS, HSDPA & Co.) gab es auch schon. Die Erwartungen waren hoch - vielleicht zu hoch.

Als wir den Startbildschirm der Web-Oberfläche sahen, mussten wir unweigerlich an die ersten Programmierschritte in Basic denken. Sicherlich hat dies Huawei nicht so gewollt und wir sind jetzt vielleicht etwas hart, aber der ganz große Wurf ist das nicht.

Menüführung an der Speedbox 3

Schillernde Software in der Speedbox LTE 3

Es gibt 5 Menü-Punkte bei den Einstellungen:

Schnellkonfiguration: Hier werden grundsätzliche Einstellungen bei der Erst-Inbetriebnahme eingerichtet. PIN, WLAN und Netz werden abgefragt.

Verbindungsaufbau: Hier kann die mobile Verbindung ein- und ausgeschalten werden. Warum die Verbindung überhaupt ausgeschaltet werden sollte, erschließt sich uns nicht. Bei den Tests haben wir mit verschiedenen Karten probiert, und auf einmal wurde diese Einstellung auf "AUS" gesetzt. Das darf so nicht passieren. Datenroaming kann hier ebenfalls deaktiviert werden.

Positiv hervorzuheben ist die Möglichkeit, unterschiedliche Profile einzurichten. Mit der Telekomkarte stand automatisch das Telekom-Profil an erster Stelle. Es war auch nicht anders zu erwarten. Als wir die Vodafonkarte benutzten, wurde automatisch das Vodafon-Profil geladen und wir hatten eine LTE-Verbindung. Für UMTS muss hier gegebenenfalls der APN noch eingerichtet werden. Unter den Netzwerkeinstellungen können die Technologien wie 2G, 3G oder LTE festgelegt werden. Die Netzwerksuche kann automatisch oder manuell erfolgen.

Bei den WLAN-Einstellungen werden die SSID , Sicherheitsschlüssel und DHCP eingestellt

In dem Bereich „Sicherheit" können verschiedene Filter und virtuelle Server eingerichtet werden. Die Pin-Verwaltung wird hier auch vorgenommen.

Unter dem Button >System kann das Gerätepasswort geändert und die IMEI Nummer abgefragt werden. Neustart- und Reset-Funktionen gibt es auch hier.

Empfangspegel, Einrichtungshilfe

Mit der Software haben Sie keine Möglichkeit, eine genaue Ausrichtung der Antenne vorzunehmen. Außer der Balkenanzeige wird Ihnen kein weiterer Hinweis gegeben.

Pegelanzeige

5 Balken: Das ist alles.

Sie erhalten keine Informationen über RSRQ-, RSRP- oder den RSSI-Wert. Als Anfänger und Neu-Inbetriebnehmer tappen Sie völlig im Dunkeln. Entweder es geht, oder eben nicht. Ist es Arroganz über das eigene Netz oder hält man den Nutzer für dumm und geht davon aus, dass der es sowieso nicht versteht? Wir wissen es nicht.

Sie können sich also nur an dem Balkendiagramm orientieren.

Surfgeschwindigkeit

Uns war klar, dass wir mit dem CAT6-Router in einem CAT4-LTE-Netz nicht die theoretischen Downloadgeschwindigkeiten erwarten konnten. Es bestand aber die Hoffnung, dass mit der neuen Technik das Maximale aus dem bestehenden Netz herausgeholt werden kann. Und hier wurden unsere Erwartungen auch erfüllt. Wir hatten durchschnittlich 10MBit/s mehr als mit dem Speedport II. Das neue Modem wirkt sich also auch in den bestehenden Netzen positiv aus.

Verträglichkeit mit anderen SIM Karten

Der neue Telekom-Router scheint neutral gegenüber anderen Netzanbietern zu sein. Die von uns verwendete Vodafone-Karte wurde problemlos erkannt und das Netzwerkprofil angelegt. Der Verbidnungsaufbau und der Internetzugang erfolgten prompt. Dafür gibt es von uns auch ein entpsrechendes Lob.

Vodafonekarte

Die Umschaltung auf Vodafone erfolgte problemlos

Externe Antennenanschlüsse

Die Antennenanschlüsse liegen wieder an der Rückwand unter der Abdeckkappe. Die SMA-Buchsen wurden diesmal besser platziert. Nun können die Antennenkabel, ohne sich die Finger verbiegen zu müssen, angeschraubt werden. Auch mit dem nötigen Schraubenschlüssel kommt man nun heran.

Der Router wurde von uns mit der LAT22 und der Breitbandantenne FTS 95835 getestet. Das heißt: Einmal wurde mit DC-Kurzschluss getestet und einmal ohne. In der Software gibt es keine Möglichkeit der manuellen Antennenumschaltung. Die Speedbox 3 erkennt beide Antennenvarianten und schaltete automatisch um oder zumindest dazu.

Professionelle Anwendungen: JA oder NEIN?

An der Telekom Speedbox LTE III kann man die Unterteilung der Router in SOHO-Geräte, professionelle Router und Modem mit DHCP-Funktion sehr gut demonstrieren.

Es gibt Hersteller, wie zum Bespiel AVM mit der FRITZ!Box, die sehr großes Augenmerk auf umfangreiches Zubehör legen. AVM bietet Menüs an, mit denen man bis ins kleinste Detail die LTE-Qualität beurteilen und die Antenne ausrichten kann. Multimedia Dienste werden angeboten und vom Telefon wollen wir gar nicht reden.

Andere Hersteller haben den Firmenkunden im Visier und bieten exzellente Möglichkeiten für VPN, Schutzfunktionen für Ausfallsicherheit, Montagemöglichkeiten und Software für alle erdenklichen Problemfälle.

Und dann kommt die Speedbox LTE III. Unabhängig von dem neuen Empfangschip ist es nur ein Modem mit ein wenig WLAN und DHCP, damit wir es Router nennen können. Der Kunde ist in jeglicher Möglichkeit oder Kreativität beschnitten worden. Es ist einfach eine Kiste, mit der man LTE empfangen und ein wenig ins Internet gehen kann - mehr nicht. Es ist ja nicht so, dass seitens der Telekom noch nie mehr da war. Dieser Router ist in vielerlei Hinsicht tatsächlich ein Rückschritt.

Wir werden sehen, was andere Netzanbieter aus dem Huawei Gerät machen.

Highlights der Speedbox LTE III

  • FTS Haken LTE für alle Netze sofort benutzbar
  • FTS Haken Bessere LTE-Leistung
  • FTS Haken 2,4 und 5,8 WLAN Verbindungen
  • FTS Haken Keine Einschränkungen bei externen Antennen

FAZIT

Im Augenblick ist die Speedbox LTE III ein eher unscheinbares schwarzes Gerät. Wir hoffen nur, dass der Router mit der Weiterentwicklung der Netze und der Möglichkeit, mit bis 300 MBit/s zu surfen, seine wahre Leistung und seine Vorteile noch ausspielen kann.


Kommentare


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Errol Patrick Klatzer

10.06.2016
55 von 5 Sternen!

Sehr geehrter Herr Henning!

Zwar ist Ihr Test der Huawei E5186 schon etwas her und Sie bemängelten die Informationsfreude (keine Infos über RSSI, RSRQ etc. des Huawei LTE-Modems. Ich weiß leider nicht wie lange es das Tool LTE_Watch schon gibt oder gab. allerdings wäre ein Verweis sicher interessant da mittlerweile etliche Huawei Router mit diesem Tool einstellbar, auslesbar und änderbar sind, zb. kann ich mit diesem „kostenlosen“ Tool etliche Huawei Modems/Router zwingen eine bestimmte Frequenz zu verwenden (800, 850, 900, 1800, 2600, Advanced etc.).

Mfg.

Antwort von Olaf Hennig:

10.06.2016

Hallo Patrick,
Sie haben recht, über das Tool haben wir noch gar nichts gesagt. Wir danken für den Hinweis und werden es umgehend nachholen.


Matthias

15.05.2015
55 von 5 Sternen!

bei meiner Speedbox III ist die Anzeige voren immer blau, trotz LTE Empfang gem. Webseite und nicht cynan farbig, ist das normal?


Sascha

08.04.2015
55 von 5 Sternen!

Hallo Zusammen,
sieht aus als wäre auch eine WLAN Repeating Funktion nicht möglich. Sehe ich das richtig?

Schöne Grüße Sascha

 

Antwort von Olaf Hennig:

14.04.2015

Hallo Sascha,
wir haben zumindest nichts gefunden. Aber es ist ja auch ein LTE Router und nicht wirklich darauf ausgelegt. Dazu sollte man schon einen WLAN Router oder besser gleich Repeater verwenden.


Charles

08.10.2014
55 von 5 Sternen!

Lieber Herr Hennig,

da kam die Speedbox aber nun ja mal gar nicht gut weg. Bleibt nur zu hoffen, dass die Telekom Ihnen, als offizieller Telekom-Partner, diese Rezension nicht übel nimmt!

Grüße
Charles

Antwort von Olaf Hennig:

09.10.2014

Hallo, ich habe nur die Tatsachen beschrieben. Von der Cebit kannte ich das original Huawei Gerät und habe auf den deutschen Ableger gewartet. Es war Freude pur als das Gerät kam. Als ich die Speedbox mir anschaute, dachte ich die haben mir etwas ganz anderes geschickt.
Aber trotz alledem wird die Telekom das Gerät an die Kunden verkaufen.
Was passiert, wenn die Netze die 300MBit/s hergeben, wissen wir ja noch nicht. Vielleicht sind dann meine Fragen völlig überflüssig.
Beste Grüße
Olaf Hennig


Dietmar Warning

08.10.2014
55 von 5 Sternen!

Hallo Herr Hennig,
vielen Dank für die gute und kritische Übersicht der LTE III.
Diese Box kann ja lt. Angabe auch die höheren LTE Frequenzen.
Ist Ihnen bei Ihren Tests aufgefallen, wo man den gerade benutzten Frequenzbereich erkennen kann oder sogar einstellen kann. Lt. Telekom sollte ich in DD Altstrehlen eigentlich diese neuen Kanäle bekommen. Aber die Down/Up Raten von 40Mb/s und 6Mb/s weisen mehr auf die alten 800MHz Frequenzen hin.
Viele Grüße aus Dresden,
Dietmar Warning

Antwort von Olaf Hennig:

09.10.2014

Hallo Herr Warning
es wird Ihnen nur angezeigt, ob LTE oder 3G oder 2G anliegt. In welchen Frequenzbereich sich die Box befindet, wissen Sie damit nicht. Das meine ich ja mit dem Bericht: Man sieht nichts und man weiß nichts. Die Speedbox ist im Netz und ist eingebucht, damit ist es für den Netzbetreiber erledigt. Schade!
Aber laut Ihren Downloadraten wird es wohl 800MHz sein.
Beste Grüße