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Sprachassistenten: Die Zukunft von Alexa, Siri & Google Assistant

10. Sep 2018

Virtual Assistants

Sprachassistenten im Alltag: Einzug der künstlichen Intelligenz (KI) © folienfeuer


Alexa, Siri und Google Assistant: Immer mehr Menschen unterhalten sich mit ihnen und interagieren damit mit künstlichen Intelligenzen (KI), welche sich in den sogenannten "Smart Speakern" finden lassen. Dank immer besser werdender Systeme zur Spracherkennung sowie der Verarbeitung und Interpretation der Informationen, dienen "Voice Assistants" den Nutzern als persönliche, digitale Helfer im Alltag. Was diese Assistenten alles können und wo die Reise in der Zukunft hingehen könnte, hat sich ihr Team von FTS Hennig einmal genauer angeschaut.

Komfort vs Freiheit: Vor- & Nachteile von virtuellen Assistenten

Vor allem unter Nutzern im Alter jenseits der 30 lief es zu Beginn häufig folgendermaßen ab: Beim ersten Kontakt mit Siri oder der Sprachfunktion von Google Now machten sich Skepsis und ggf. sogar ein wenig Unbehagen breit. Viele fühlten sich etwas unwohl dabei, laut mit einem leblosen Gerät zu sprechen und damit ja auch Ihrer Umgebung Informationen über sich preiszugeben. Sobald dann aber die erste Hemmschwelle überwunden wurde, erwachten vielerorts die Neugierde und der Spieltrieb. Selbst wenn bei sehr kurzen Anfragen die Eingabe über die Tastatur schneller von statten ging (vor allem aufgrund der anfangs noch sehr instabilen Spracherkennung), wurde gerne mit Siri und Google Now experimentiert. Bei den jüngeren Generationen war sogar gleich von Anfang an eine hohe Bereitschaft zur Nutzung von Voice Assistants vorhanden.

Zum einen sind die kleinen Helfer, denen man beim Kochen, Aufräumen, im Auto oder auf der Suche nach einem Restaurant eine Frage bzw. einen Befehl zurufen kann, vielerorts einfach sehr praktisch. Zum anderen kann die Nutzung von Sprachassistenten auch viel Spaß machen - und das nicht nur, indem man Siri und Alexa anspricht. ;)


Funktionen von Sprachassistenten im Alltag

Funktionen von Sprachassistenten im Alltag © AndSus


Wenn es aber um Datenschutz und die Überwachung durch Behörden geht (vor allem in in Ländern wie den USA), wird schnell klar, dass wir Anbietern wie Apple, Google und Amazon vielleicht doch nicht so viele Informationen zurufen sollten. Die Sicherheit der System gegenüber Angriffen von außen ist ebenfalls ein Thema, über das in Zukunft noch viel gesprochen werden muss. Die Kritiker der Sprachassistenten pauschal als stocksteife Spielverderber und altertümliche Feinde der digitalen Zukunft abzutun, wäre viel zu einseitig und ab einem gewissen Punkt sogar gefährlich.

Nun gehen wir aber mal der Reihe nach vor:

Was sind Virtual Assistants & woher kommen sie?

Erinnern Sie sich noch an die Zeit, in der es der neuste Schrei war, mit der künstlichen Intelligenz "Siri" auf den Smartphones von Apple zu sprechen? Nach ihrer ersten Auslieferung mit dem iPhone 4s im Oktober 2011 nutzten die Menschen Siri, um sich die Uhrzeit nennen zu lassen, Suchanfragen vorgelesen zu bekommen, Termine in den Handykalender einzutragen und mehr. Damals war noch nicht abzusehen, wie schnell diese Technologie voranschreiten würde. Gerade die alteingesessenen Miesepeter vertraten anfangs laufthals die These, dass die Menschen sich niemals darauf einlassen würden, mit Maschinen zu sprechen - so wie das Internet ja auch nur ein Hingespinnst war, dass sich niemals durchsetzen würde.

Mit modernen Smart Speakern wie dem Amazon Echo, welcher Mitte 2014 als Vorreiter auf den Markt kam, und Google Home wurden diese Idee weitergesponnen. So wurde das Konzept des persönlichen Assistenten ins Wohnzimmer gebracht. In der Regel bestehen Virtual Assistants aus einem Lautsprecher, welcher darüber hinaus auch mindestens ein Mikrofon zur Spracherkennung beinhaltet, sowie einer darauf laufenden Software - zum Beispiel Siri (Apples HomePod) oder Alexa (Amazon Echo).

Je nach Gerät können zusätzliche Funktionen in die Software des Smart Speaker integriert werden, sodass sich zum Beispiel mit dem Netzwerk verbundene Komponenten des Hauses per Sprachbefehl steuern lassen. An diesen Schnittstellen beginnt dann der Bereich des s.g. Internet of Things (IoT), wonach diverse Geräte z.B. in Haushalten, Unternehmen und Fertigungshallen miteinander kommunizieren. In den Visionen vieler Vordenker organisieren sich in einer nicht so weit entfernten Zukunft Maschinen und Geräte des Alltags dann völlig automatisch.

Virtual Assistants sind also viel mehr als nur Bluetooth Boxen, bei denen die Songauswahl beim Musikhören via Sprache erfolgen kann. Es geht vielmehr darum, in nahezu allen Bereichen unseres täglichen Lebens mit den Sprachasistenten als digitalen Helfern kommunizieren zu können.

Gängige Smart Speaker & ihre Virtual Assistants

Immer mehr Unternehmen versuchen quasi täglich, eigene künstliche Intelligenzen und/oder Smart Speaker zu entwickeln und sich ein Stück vom Kuchen zu sichern. Derzeit gibt es jedoch drei klare Platzhirsche: Vorne weg Amazons "Echo", gefolgt von Googles "Home" und Apples "HomePod".


Amazon Echo & Alexa: Smart Speaker mit Voice Assistant

BILD EINES AMAZON ECHO

Amazon Echo (© Amazon)

Amazons "Echo" erschien 2014 als erster Smart Speaker überhaupt. Als Virtual Assistant dient "Alexa", ebenfalls von aus dem Hause Amazon. Hierbei hat sich die Bauernweisheit: "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" bewahrheitet. Noch heute hält Amazon mit dem Echo einen Marktanteil von rund 70% in den USA und dominiert auch weltweit als Anbieter von Smart Speakern für Privatanwender.

Hinzu kommt eine Vielzahhl von Drittanbieter-Apps, durch welche sich Alexas Fähigkeiten erweitern und den persönlichen Anforderungen anpassen lassen.

Besonders erwähnenswert ist unter anderem die bequeme Telefonfunktionalität des Echos: Über das Internet können andere Echos kostenlos angerufen werden. Darüber hinaus lässt sich Echo mit dem persönlichen Smartphone verbinden und kann so auf die gespeicherten Kontakte zugreifen.

Amazon Echo: Vor- & Nachteile
Pro Contra
Verhältnismäßig günstig Nur mittelmäßige Soundqualität
Gilt als Referenz und Allrounder  
Kostenlose integrierte Telefonie zu anderen Echos  

Google Home & Google Assistant

Bild eines GOOGLE HOME Smart Speakers

Google Home Geräte (© Google)

Google brachte "Home" erst im November 2016 - zwei Jahre nach Alexa - auf den Markt. Der Name impliziert eine starke Ausrichtung auf Smart-Home-Systeme, tatsächlich kann der Google Assistant es mit Amazons Alexa und dessen Drittanbieter-Apps in dieser Hinsicht jedoch nicht aufnehmen.

Eine der größten Stärken von Home ist die faktische Beantwortung von Fragen - kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Google in vielen Ländern nach wie vor als Marktführer unter den großen Suchmaschinen gilt.

Google Home: Vor- & Nachteile
Pro Contra
Sehr gute und schnelle Beantwortung von Fragen Verhältnismäßig umständliche Einrichtung neuer Funktionen
Kompatibilität mit allen Google-Diensten Zu starke Beschränkung auf Google-Dienste
  Kein integriertes Telefonieren (Wurde angekündigt)

Apple HomePod & Siri

BILD EINES APPLE HOMEPOD

Apple HomePod (© Apple)

Mit "Siri" brachte Apple damals den ersten virtuellen Assistenten auf den Markt, im Smart Speaker Markt ist der "HomePod" jedoch eher ein Nachzügler. Erst im Februar 2018 veröffentlicht, kommt der HomePod derzeit auf einen Marktanteil von rund 5%. Der Fokus liegt dabei mehr auf Klang und Entertainment als auf einer möglichst breiten Funktionspalette.

Während die Anzahl der Dienste eher gering ausfällt, ist der HomePod in Sachen Klang dem Echo und Home voraus. Ebenfalls löblich ist die Spracherkennung - Hier macht sich Apples Erfahrung vor allem dann bemerkbar, wenn die Umgebung laut ist. Während Echo und Home nichts verstehen oder sich gar nicht erst angesprochen fühlen, scheint das Team aus HomePod und Siri ein sehr guter Zuhörer zu sein.

Apple HomePod: Vor- & Nachteile
Pro Contra
Sehr guter Klang Wenig Dienste
Gutes Mikrofon Teuer
  Vorhandenes iOS-Gerät ist Voraussetzung

Die Konkurrenz schläft nicht: Cortana, Bixby & Co.

Schon zu Zeiten der Nokia Lumia Serien und Windows 8 wusste Microsoft mit Cortana viele Voice Assistant Experten zu begeistern. Die Spracherkennung sowie deren Auswertung in Cortana galt lange für viele als Messlatte. Wie so oft, konnte Microsoft diesen Vorsprung aber nicht ausbauen und nähert sich dem Hauptfeld der Anbieter nun erst langsam wieder von hinten. Samsung hat mit Bixby (Galaxy S8 / Galaxy S8+) ebenfalls einen Sprachasistenten im Angebot, wodurch die Smartphones gleichzeiting zu Smartspeakern werden.

Es bleibt in den nächsten Jahren also spannend und wir werden abwarten müssen, welche Anbieter (ggf. in Kooperation miteinander) am schnellsten mit ganzheitlichen Systemen überzeugen können.

Datenschutz & Überwachung: "Big Brother is watching You!"

Vorratsdatenspeicherung – der Staat hört mit

Hören auch europäische Staaten demnächst mit?
© valerybrozhinsky

Beim Thema Sicherheit handelt es sich, wenn man nicht nur Panikmache betreiben und politische Kampagnen vorantreiben möchte, immer um ein Abwägen von Risiken. Die größten Gefahren gehen bei den Themen Smart Speakers und Virtual Assistants von drei Interessengruppen aus.

Zuerst kommt den meisten vielleicht das Thema Cyber-Kriminalität in den Sinn, rücken die von Hackern ausgehenden Gefahren in unserer vernetzten Welt doch immer weiter in den Mittelpunkt. Regelmäßig ist in den Schlagzeilen zu lesen, dass es Kriminellen gelungen ist, an zum Teil intime Kundendaten zu gelangen. Bei den Smart Speakern sorgte die s.g. DolphinAttack zum Beispiel Ende 2017 für Schlagzeilen.

Viel zu oft wird von den Konsumenten aber auch vergessen, dass man mitunter noch weitaus brisantere Informationen mit Unternehmen teilt: Über Aktivitäten auf Social Media Plattformen, Cookies beim täglichen Nutzen des Internets und vielen anderen Handlungen informieren wir Firmen darüber wer wir sind, was wir wollen und was wir tun. Mit diesen Informationen werden dann Personenprofile erstellt und entsprechend versucht, durch personalisierte Werbung uns Menschen noch besser zu beeinflussen.

Das Thema Datenschutz wird bei Smart Speakern deshalb so brisant, weil sie im wahrsten Sinne des Wortes einen Einblick in das Wohnzimmer ihrer Benutzer geben können. Laut einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom geben rund 61% der Personen, welche keine Smart Speaker besitzen möchten, Bedenken beim Thema Datenschutz als Grund dafür an.

Inwiefern dies gerechtfertigt ist, hängt von der persönlichen Schmerzgrenze ab: Fast alle Virtual Assistants erheben Nutzerdaten und leiten sie mitunter an ausländische Server weiter. Was genau mit den Daten passiert, wissen nur die Hersteller selbst: Eine klare Rechtslage gibt es bisher weder in Deutschland noch auf EU-Ebene.

Ein weiterer Aspekt ist der Zugriff durch Behörden. Dieses Thema ist einerseits brandheiß, wird aber andererseits vielerorts versucht totzuschweigen. So gab z.B. das FBI in den USA bishr wenige bis gar keine konkreten Antworten auf die Frage, ob und in welchem Umfang Informationen von z.B. Amazon oder Google Daten zur Strafverfolgung herangezogen werden. Den Briten ist diebezüglich auch manches zuzutrauen und hierzulande ist ebenfalls seit Jahren eine Verschärfung der Überwachung zu erkennen (s. Polizeiaufgabengesetz in Bayern).

Smart Speaker & der Datenschutz

  • FTS Haken Smart Speaker erheben Daten & leiten diese weiter
  • FTS Haken Derzeit geizen Hersteller mit Transparenz
  • FTS Haken Die Rechtslage ist vielerorts unklar & stetig im Wandel
  • FTS Haken Strafverfolgung: Behörden können ggf. Einsicht verlangen
  • FTS Haken Es gilt abzuwägen: Komfort gegen Risiken

Blick in die Zukunft von KI, IoT & Voice Assistants

Der Begriff "smart" zieht sich heutzutage durch alle Bereiche unseres Lebens. Fast alle modernen Mobiltelefone sind "Smartphones", Wohnräume werden nach und nach zu "Smart Homes" erweitert und auf dem Wohnzimmertisch steht bereits in Millionen von Haushalten ein "Smart Speaker". Als "smart" werden hierbei Geräte bezeichnet, die auf irgendeine Weise mit anderen Geräten vernetzt sind und mit diesen kommunizieren können.

Bild zur Spracherkennung

KI: Spracherkennung + Interpretation (© BooblGum)

Technisch ist die Erkennung und Verarbeitung von Sprachinformationen eine ebenso schwierige wie revolutionäre Herausforderung. Zuerst müssen die Voice Assistants akutsich (phonetisch) verstehen, was gesagt wurde. Danach gilt es, den Sinn zu erfassen und dann muss auch noch eine passende Reaktion stattfinden (Antwort auf Fragem, Sprachausgabe usw.). Bei näherer Betrachtung stellen vor allem die letzten beiden Punkte eine hochkomplexe Problematik darstellt. Es ist eine künstliche Intelligenz erforderlich, die es bisher nur in der Science-Fiction zu geben schien.

Derzeit zeichnet sich daher an der Grenze zwischen Sprachasistenten, Smart Speakers, künstlicher Intelligenz (KI) und dem Internet of Things (IoT) ein klarer Trend ab: Die Anbieter kämpfen um die Monopolstellung für das stärkste Geräte-Netzwerk. Ziel ist es, den Kunden zu ermöglichen, ihren gesamten Tagesablauf mit einem einzigen, vernetzten System zu gestalten.

Während Virtual Assistants zunächst ausschließlich auf Smartphones und in Smart Speakern zu finden waren, sind derzeit z.B. auch schon "Smart Displays" auf dem Vormarsch.: Diese bieten, neben Lautsprechern und Mikrofonen, nun auch einen Bildschirm mit entsprechenden Eingabefunktionen. Zeitgleich buhlen die Hersteller um Partnerschaften mit den Herstellern von allen Gerätegruppen, die heutzutage "smart" sein könn(t)en: Autos, Heizungen, Fenster, Kühlschränke, Thermometer u.v.m.

Besonders interessant für Ihre Mobilfunk-Experten von FTS Hennig ist natürlich die Frage nach der Versorgung mit mobilem Breitband-Internet für alle IoT Geräte. Bei fest installierten Geräten an Standorten mit Kabelversorgung (DSL, Kabel, Glasfaser) ist die Kommunikation sichergestellt. In Fahrzeugen (Autos, LKW, Wohnmobilen, Bussen etc.) sowie an Orten ohne kabelgebundene Beitbandversorgung müssen LTE & Co. für die Datenverbindung sorgen. Mit Blick auf den Mobilfunk-Standard der 5. Generation (5G) werden Antennen, Kabel, Repeater & Co. benötigt, sodass auch unterwegs sowie in den entlegendsten Gebieten die IoT-Geräte miteinander interagieren können.

Die Richtung ist klar: Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir viele Aspekte unseres Alltags über einige wenige oder gar ein einziges System von überall aus steuern können. Spannend bleiben dabei die rechtlichen Entwicklungen: Beim Thema Transparenz und Datenschutz haben alle Anbieter gewaltigen Nachholbedarf.

FAZIT

Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz im Allgemeinen sowie der Sprachassistenten im Speziellen scheint mittlerweile unaufhaltbar. Es herrscht ein heißer Wettbewerb zwischen großen Konzernen wie Amazon, Google und Apple. Der Mobilfunk wird eine große Rolle bei der Umsetzung der IoT-Systeme spielen. Beim Thema Sicherheit und Datenschutz gibt es noch viele Fragezeichen und daher ist Vorsicht geboten: Darüber entscheiden, welche Informationen wir preißgeben wollen, sollten wir immer noch selbst.


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